Neue wissenschaftliche Studien zeigen, dass der körpereigene Ketonkörper β-Hydroxybutyrat (BHB) eine überraschende Schutzwirkung gegen Malaria haben kann. BHB entsteht im menschlichen Körper vor allem beim Fasten, bei kohlenhydratarmer (ketogener) Ernährung oder durch bestimmte Fette wie MCT-Öl.
In den aktuellen Untersuchungen konnten Forschende zeigen, dass Mäuse, die sich in einem Zustand der Ketose befanden, deutlich besser gegen eine Malaria-Infektion geschützt waren. Der entscheidende Faktor dabei war nicht das Immunsystem allein, sondern der veränderte Stoffwechsel des Wirts – insbesondere der erhöhte BHB-Spiegel im Blut.
BHB wirkte direkt auf den Malaria-Erreger (Plasmodium):
Der Parasit konnte sich schlechter entwickeln und vermehren. Ursache dafür ist, dass BHB wichtige Stoffwechselprozesse des Parasiten stört, vor allem seine Energiegewinnung. Dadurch bleibt der Erreger in frühen Entwicklungsstadien stecken und verliert an Infektionskraft.
Besonders spannend ist: BHB ist kein Medikament, sondern ein natürliches Stoffwechselprodukt, das der Körper selbst bildet. Die Studien zeigen damit erstmals klar, dass metabolische Zustände wie Fasten oder Ketose eine direkte antimikrobielle Wirkung haben können – unabhängig von klassischen Medikamenten.
Dazu stellen wir die beiden Studien vor:
https://www.nature.com/articles/s42255-025-01302-0
β-hydroxybutyrate inhibits Plasmodium falciparum development and confers protection against malaria in mice.
https://www.nature.com/articles/s42255-025-01310-0
A new study reveals that the host-derived ketone body, β-hydroxybutyrate, protects against malaria in mice by inhibiting Plasmodium development. These findings highlight the anti-microbial potential of metabolic interventions.
Aber "BHB" kann noch einiges mehr, siehe unten...
Zentrale Learnings aus den Studien
Der menschliche Stoffwechsel spielt eine aktive Rolle im Schutz vor Infektionen.
β-Hydroxybutyrat (BHB) kann das Wachstum von Krankheitserregern direkt hemmen.
Fasten und ketogene Stoffwechsellagen haben nicht nur metabolische, sondern auch potenziell schützende Effekte gegen Infektionen.
Die Forschung eröffnet neue Perspektiven auf Ernährung, Fasten und Stoffwechsel als ergänzende Ansätze in der Prävention.
Wichtig: Die Ergebnisse stammen aus Tiermodellen und Zellkulturen. Sie zeigen ein großes Potenzial, ersetzen aber keine medizinische Therapie.
Die Rolle von MCT-Öl dabei?
Ein interessanter Praxisbezug:
MCT-Öl (Medium Chain Triglycerides) kann die körpereigene Bildung von BHB gezielt anregen – auch ohne vollständiges Fasten. MCT-Fette werden in der Leber rasch in Ketonkörper umgewandelt und ermöglichen so, einige der stoffwechselbezogenen Vorteile des Fastens im Alltag zu nutzen.
Damit stellt MCT-Öl eine praktikable Möglichkeit dar, den BHB-Spiegel sanft zu erhöhen und den Körper zeitweise in einen „fastenähnlichen“ Stoffwechselzustand zu versetzen.



