Eine vielleicht etwas philosophische Perspektive...
Oder: Warum es merkwürdig erscheint so manch' Ding das verzehrt wird als "Lebensmittel" zu bezeichnen
Es gibt meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten Hunger zu empfinden:
- Der Körper braucht einen oder mehrere Nährstoffe
- Man hat kürzlich etwas sehr stärkehaltiges gegessen, das wiederum hatte eine (übermäßige) Ausschüttung von Insulin zur Folge was in Folge zu einem erniedrigten Blutzuckerspiegel führte
Wenn man mal genau in sich hineinhört fällt einem auf, dass vielleicht sogar beide Umstände zusammenfallen können.
Eine theoretsche Annahme: Unser Körper braucht Mangan. Ein Spurenelement, das für eine Reihe an Enzymen benötigt wird - wie zum Beispiel die Superoxid-Dismutase (SOD). Dieses Bedürfnis äußert er durch Hunger.
Wir reagieren auf diesen Hunger indem wir etwas essen, wie zum Beispiel einen schönen Salat mit Tomaten und Gurken, dann gibt es Spaghetti "al verdura" (zu deutsch: mit Gemüse) und als Nachspeise ein schönes Croissant oder einen Obstsalat. In Summe also das, was man als abwechslungsgreiche Kost bezeichnen würde: Mit viel Obst und Gemüse. Wie es eben sein soll.
Nach ein paar wenigen Stunden der Verdauung stellt unser Körper zwei Dinge fest:
- Der gewünschte Nährstoff ist nicht ausreichend in der Mahlzeit enthalten gewesen
- Die überschüssige Stärke der "Sättigungsbeilage" wandeln wir um in Fett, das wir für den "Winter" mal sicherheitshalber überwiegend rund um die Körpermitte anlegen.
Man muss nicht unbedingt studiert haben um festzustellen was die Folge davon ist, dass wir diesen Vorgang idR mehrmals täglich wiederholen...
Übergewicht, Energielosigkeit, Antriebslosigkeit, Schmerzen, Depressive Verstimmung...
...bekommen vor diesem Hintergrund ein ganz anderes Image.
Und noch etwas passiert: Sie haben sicher schon davon gehört, dass unser System Mensch zu dem auch unser Mikrobiom (in uns) und das Holobiom (um uns) zählen, mehr Zellen fremder DNA enthält, als jene mit unserer eigenen.
Wir sind also eigentlich mehr eine Ansammlung von Bakterien als eine von menschlichen Zellen.
Und diese Bakterien wollen gefüttert werden und sie kommunizieren mit uns. Wenn wir also etwas Stärke-haltiges essen, dann nähren wir damit Bakterien, die Stärke verstoffwechseln. Zu diesen zählen auch eine Reihe von "Bösewichten" wie Klebsiella, Clostridien usw. Diese signalisieren uns dann wiederum auch, dass sie gerne weitere Stärke, z.B. Zucker haben möchten.
Raten Sie mal, worauf wir dann Hunger bekommen?
ALLES EINE FRAGE DER MENGE?
Wieviel darf's denn sein?
Im Laufe der Zeit hat sich durch meine Philosophie auch ein spannendes Phänomen ergeben: Durch die hohe Nährstoffdichte und den konstanten Blutzuckerspiegel habe ich nur mehr selten Hunger. Es hat sich dabei eingependelt, dass ich im Schnitt nur mehr einmal pro Tag esse. Und innerhalb dieser Mahlzeit, kann ich wohl kaum so viel Geld "veressen" wie ich es früher mit Frühstück, Mittag-, Abendessen und den ganzen Snackereien über den Tag verteilt getan habe...
https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/270794



