Nicht jedes MCT-Öl wirkt gleich stark ketogen. Eine Humanstudie untersuchte, wie unterschiedliche Medium Chain Triglyceride (MCTs) den Ketonkörper-Spiegel im Blut beeinflussen. Im Mittelpunkt stand dabei β-Hydroxybutyrat (BHB) – der am besten erforschte Ketonkörper und jener, der mit vielen Vorteilen von Fasten und Ketose in Verbindung gebracht wird.
Die Forschenden analysierten, wie sich die BHB-Plasmaspiegel über mehrere Stunden nach der Einnahme verschiedener MCT-Fettsäuren verändern. Verglichen wurden Caprylsäure (C8), Caprinsäure (C10) und Laurinsäure (C12).
Das Ergebnis war eindeutig:
Caprylsäure (C8) erhöhte den BHB-Spiegel deutlich stärker als die anderen MCTs.
Unter den gleichen Stoffwechselbedingungen war C8:
etwa 3-mal so ketogen wie C10
und rund 6-mal so ketogen wie C12
Der Grund dafür liegt im Stoffwechsel: C8 wird besonders schnell aus dem Darm aufgenommen, direkt zur Leber transportiert und dort effizient in β-Hydroxybutyrat umgewandelt. Dadurch steigen die Ketone im Blut schneller und stärker an als bei anderen MCT-Fettsäuren.
Diese Ergebnisse zeigen klar, dass die Qualität und Zusammensetzung von MCT-Öl entscheidend ist, wenn das Ziel darin besteht, die körpereigene Ketonkörper-Produktion gezielt zu unterstützen – etwa zur Nachahmung von Fasten-Effekten im Alltag.
FAZIT
β-Hydroxybutyrat (BHB) ist der wichtigste und bestuntersuchte Ketonkörper
C8 (Caprylsäure) ist deutlich effektiver zur Ketonerhöhung als C10 oder C12
Nicht jedes MCT-Öl ist automatisch „hoch ketogen“
Reines C8 eignet sich besonders gut, um Fasten-ähnliche Stoffwechselzustände zu fördern


